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Überstundenrechner
Überstunden schnell berechnen
Überstunden Rechner
Überstunden berechnen: schnell, transparent und mit allen Zuschlägen
Überstunden gehören für viele Arbeitnehmer:innen zum Alltag, doch die genaue Berechnung wird selten erklärt. Mit dem Überstundenrechner oben ermittelst du in Sekunden, wie viel deine Überstunden wert sind, wahlweise als Auszahlung oder als Freizeitausgleich, inklusive Zuschlägen für reguläre Mehrarbeit, Sonntags- und Feiertagsarbeit.
Überstunden oder Mehrarbeit? Der Unterschied zählt
Die beiden Begriffe werden häufig synonym verwendet, meinen rechtlich aber unterschiedliche Dinge:
- Überstunden sind Arbeitsstunden, die über die im Arbeits- oder Tarifvertrag vereinbarte Regelarbeitszeit hinausgehen, meist 38 bis 40 Stunden pro Woche.
- Mehrarbeit bezeichnet die Überschreitung der gesetzlichen Höchstarbeitszeit nach dem Arbeitszeitgesetz (ArbZG), also mehr als 8 Stunden täglich im Durchschnitt.
Für die Vergütung ist meist nur relevant, was dein Arbeits- oder Tarifvertrag als Soll-Arbeitszeit festlegt. Der Rechner arbeitet daher mit deiner individuellen Wochenarbeitszeit, nicht mit einem gesetzlichen Pauschalwert.
So wird dein Überstundenlohn berechnet
Die Formel hinter dem Tool in drei Schritten:
- Stundenlohn ermitteln: Monatsgehalt (Brutto) ÷ (Wochenarbeitszeit × 4,33)
- Grundvergütung der Überstunden: Stundenlohn × Anzahl der Überstunden
- Zuschlag addieren: Grundvergütung × Zuschlagssatz (z. B. 25 %, 50 % oder 100 %)
Beispiel: Bei 3.200 € Monatsgehalt und 40 Wochenstunden liegt dein Stundenlohn bei rund 18,47 €. Zehn Überstunden mit 25 % Zuschlag ergeben dann rund 231 € brutto zusätzlich.
Anleitung: So nutzt du den Überstundenrechner
- Monatsgehalt eingeben. Trage dein Bruttomonatsgehalt ohne Überstunden ein, also dein reguläres Fixgehalt.
- Wochenarbeitszeit angeben. Deine vertraglich vereinbarte Stundenzahl pro Woche, z. B. 40 Stunden. Der Stundenlohn wird darüber automatisch im Feld "Stundenlohn" berechnet, manuelles Rechnen entfällt.
- Überstunden eintragen. Wie viele Überstunden du im aktuellen Monat geleistet hast.
- Ausgleichsart wählen. Über die beiden Buttons "Auszahlung" und "Freizeitausgleich" wechselst du zwischen einer Euro-Berechnung und einer Stunden-Berechnung, praktisch, wenn du beide Optionen vergleichen willst, bevor du mit deinem Arbeitgeber sprichst.
- Zuschläge aktivieren. Standardmäßig ist ein regulärer Zuschlag von 25 % aktiv. Zusätzlich lassen sich Sonntags- (Standard 50 %) und Feiertagszuschläge (Standard 100 %) einzeln zuschalten und prozentual anpassen, falls dein Tarifvertrag andere Sätze vorsieht, einfach den Wert im Feld überschreiben.
- Ergebnis ablesen. Oben siehst du den Gesamtbetrag (oder die Gesamtstunden bei Freizeitausgleich), darunter eine transparente Aufschlüsselung: Grundvergütung, jeder aktive Zuschlag einzeln, und die Endsumme.
- Exportieren oder drucken. Über "CSV Export" sicherst du dir alle Werte als Tabelle, z. B. für die eigene Dokumentation oder ein Gespräch mit der Personalabteilung. Der Drucken-Button erzeugt eine druckfertige Ansicht.
Auszahlung oder Freizeitausgleich: was lohnt sich mehr?
Es gibt keine pauschal richtige Antwort, beide Varianten haben Vor- und Nachteile:
Auszahlung vs. Freizeitausgleich
| Auszahlung | Freizeitausgleich | |
|---|---|---|
| Steuerlast | Erhöht das zu versteuernde Monatseinkommen, kann in einen höheren Steuersatz rutschen | Keine zusätzliche Steuer, da kein zusätzliches Einkommen entsteht |
| Sofortiger Nutzen | Geld sofort verfügbar | Erholungszeit, aber kein zusätzliches Einkommen |
| Abhängig von | Vereinbarung im Arbeits- oder Tarifvertrag | Vereinbarung im Arbeits- oder Tarifvertrag, oft über ein Arbeitszeitkonto |
Rechtliche Eckpunkte, die du kennen solltest
- Überstunden sind grundsätzlich nicht verpflichtend. Dein Arbeitgeber darf sie nur anordnen, wenn dies vertraglich oder tariflich vereinbart oder betrieblich zwingend notwendig ist.
- Das Arbeitszeitgesetz (ArbZG) begrenzt die werktägliche Arbeitszeit grundsätzlich auf 8 Stunden, in Ausnahmefällen auf bis zu 10 Stunden, sofern innerhalb von sechs Monaten im Schnitt wieder 8 Stunden erreicht werden.
- Eine Vertragsklausel, nach der Überstunden pauschal mit dem Festgehalt abgegolten sind, ist nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts in vielen Fällen unwirksam, wenn sie zu unbestimmt formuliert ist.
- Leitende Angestellte im Sinne von § 18 Abs. 1 ArbZG fallen häufig nicht unter die regulären Überstundenregelungen des Arbeitszeitgesetzes.
- Alle Angaben auf dieser Seite und im Rechner sind unverbindliche Orientierungswerte und ersetzen keine rechtliche oder steuerliche Beratung.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie rechne ich Überstunden aus?
Du teilst dein Bruttomonatsgehalt durch deine Wochenarbeitszeit multipliziert mit 4,33, das Ergebnis ist dein Stundenlohn. Multipliziert mit der Anzahl deiner Überstunden ergibt sich die Grundvergütung, zu der du anschließend eventuelle Zuschläge addierst. Der Rechner oben übernimmt diese Schritte automatisch.
Wie viel Euro sind 20 Überstunden?
Das hängt vollständig von deinem Stundenlohn und eventuellen Zuschlägen ab. Bei einem Stundenlohn von 20 € ohne Zuschlag wären 20 Überstunden 400 € brutto wert, mit 25 % Zuschlag steigt der Betrag auf 500 €. Trage dein Gehalt und deine Wochenstunden in den Rechner ein, um deinen persönlichen Betrag zu sehen.
Wie viel netto bleibt bei Überstunden?
Überstundenvergütung wird wie normales Gehalt versteuert und ist sozialversicherungspflichtig. Je nach Steuerklasse und Gesamteinkommen bleiben häufig zwischen rund 55 % und 70 % netto übrig. Eine genaue Zahl liefert nur deine individuelle Gehaltsabrechnung, da Freibeträge und Steuerprogression eine Rolle spielen.
Wie werden Überstunden berechnet, wenn ich keinen festen Stundenlohn habe?
Ist nur ein Monatsgehalt bekannt, wird der Stundenlohn zunächst aus Monatsgehalt und Wochenarbeitszeit abgeleitet (siehe Formel oben). Dieses Verfahren ist Standard, wenn Arbeitsverträge kein explizites Stundenentgelt ausweisen.
Sind Überstunden immer zuschlagspflichtig?
Nein. Ein Zuschlag steht dir nur zu, wenn er im Arbeits- oder Tarifvertrag, in einer Betriebsvereinbarung oder durch betriebliche Übung vereinbart wurde. Gesetzlich vorgeschrieben ist grundsätzlich nur die Vergütung der geleisteten Stunden zum vertraglichen Stundenlohn, nicht automatisch ein Aufschlag.
Was ist besser: Auszahlung oder Freizeitausgleich?
Das kommt auf deine persönliche Steuerklasse, dein Gesamteinkommen und deinen Erholungsbedarf an. Freizeitausgleich erzeugt kein zusätzliches zu versteuerndes Einkommen, eine Auszahlung bringt dir dagegen sofort verfügbares Geld. Nutze den Umschalter im Rechner, um beide Varianten direkt zu vergleichen.
Kann mein Arbeitgeber Überstunden einfach anordnen?
Nur im Rahmen dessen, was vertraglich, tariflich oder durch eine Betriebsvereinbarung geregelt ist, und meist nur für begründete betriebliche Ausnahmefälle. Eine grenzenlose, pauschale Anordnungspflicht gibt es rechtlich nicht.
Zählt jede zusätzliche Minute als Überstunde?
In der Praxis wird häufig nach Vertrag, Tarifvertrag oder Betriebsvereinbarung entschieden, ab welcher Schwelle Zeit als Überstunde zählt. Manche Regelungen sehen eine Bagatellgrenze vor, andere erfassen jede Minute über der Soll-Arbeitszeit.
