Arbeitsstunden Rechner: Der richtige Rechner für deine Situation

Ob tägliche Arbeitszeit erfassen, ein Wechsel in Teilzeit oder die Frage, was geleistete Überstunden wert sind: Themen rund um die Arbeitszeit betreffen fast jeden Arbeitnehmer in Deutschland, aber selten auf dieselbe Weise. Wer im Schichtdienst arbeitet, braucht ein anderes Tool als jemand, der von Vollzeit auf Teilzeit reduziert oder wissen will, ob ihm für Mehrarbeit Geld oder Freizeitausgleich zusteht. Dieser Bereich bündelt alle Arbeitszeit-Rechner von arbeitrechner.de und hilft dir, direkt den richtigen zu finden, statt dich durch mehrere Tools zu klicken.

Kurz beantwortet

Arbeitszeit ist nach § 2 Abs. 1 ArbZG die Zeit vom Beginn bis zum Ende der Arbeit ohne die Ruhepausen. Wie viele Stunden du arbeitest, ob in Voll- oder Teilzeit, und was über die vertraglich vereinbarte Stundenzahl hinaus als Überstunde zählt, ergibt sich aus Arbeitsvertrag, Tarifvertrag und den Vorgaben des Arbeitszeitgesetzes. Genau das bilden die Rechner in diesem Bereich ab: Arbeitszeit minutengenau erfassen, Gehalt und Urlaubsanspruch bei Teilzeit berechnen, oder den Wert geleisteter Überstunden ermitteln.

Welcher Rechner passt zu deiner Situation?

Die meisten Seiten zum Thema Arbeitszeit sind entweder reine Ratgeberartikel ohne Rechenfunktion oder isolierte Einzelrechner ohne Einordnung, welches Tool zur eigenen Situation passt. Genau diese Lücke schließt die folgende Übersicht.

  • Du willst deine tägliche oder wöchentliche Arbeitszeit inklusive Pausen erfassenArbeitszeit Rechner
  • Du arbeitest in Teilzeit oder überlegst, deine Stunden zu reduzieren und willst wissen, was das für Gehalt und Urlaub bedeutet → Teilzeitrechner
  • Du hast Mehrarbeit geleistet und willst wissen, was sie wert ist oder wie viel Freizeitausgleich dir zusteht → Überstundenrechner

Vollzeit, Teilzeit und Überstunden: die rechtlichen Grundlagen

Alle drei Begriffe drehen sich um dieselbe Größe, die vereinbarte Arbeitszeit, unterscheiden sich aber in ihrer rechtlichen Einordnung. Vollzeit orientiert sich an der im Betrieb oder Tarifvertrag üblichen Wochenarbeitszeit, meist 35 bis 40 Stunden. Teilzeit liegt vor, sobald die vereinbarte Arbeitszeit darunter liegt, unabhängig von der genauen Stundenzahl. Überstunden entstehen, wenn über die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit hinaus gearbeitet wird, unabhängig davon, ob die reguläre Arbeitszeit Vollzeit oder Teilzeit ist.

Arbeitszeitformen im Vergleich

BegriffDefinitionRechtsgrundlagePassender Rechner
VollzeitÜbliche Wochenarbeitszeit lt. Betrieb/Tarifvertrag, meist 35–40 Std.§ 3 ArbZG (Höchstgrenzen)Arbeitszeit Rechner
TeilzeitVereinbarte Arbeitszeit unterhalb der Vollzeit-Grenze§ 8 TzBfGTeilzeitrechner
ÜberstundenArbeit über die vertraglich vereinbarte Stundenzahl hinausArbeits-/Tarifvertrag, § 3 ArbZG (Höchstgrenze)Überstundenrechner

Unsere Rechner im Bereich Arbeitszeit im Detail

Wie viele Stunden darf ich arbeiten?

Das Arbeitszeitgesetz setzt für alle Beschäftigungsformen, ob Vollzeit oder Teilzeit, dieselbe Obergrenze.

Gesetzliche Höchstarbeitszeit nach § 3 ArbZG

RegelWert
Werktägliche Regelarbeitszeit8 Stunden
Verlängerung möglich auf10 Stunden
Ausgleichszeitraum für Verlängerung6 Monate oder 24 Wochen
Rechnerischer Wochendurchschnittmax. 48 Stunden

Wird die Arbeitszeit über 8 Stunden hinaus verlängert, muss der Durchschnitt von 8 Stunden werktäglich innerhalb von 6 Kalendermonaten oder 24 Wochen wieder erreicht werden. Diese Regel gilt unabhängig davon, ob Überstunden regelmäßig oder nur gelegentlich anfallen, und unabhängig von Voll- oder Teilzeit.

Typische Anlässe, um deine Arbeitszeit nachzurechnen

Die wenigsten Menschen öffnen einen Arbeitszeit-Rechner aus reiner Neugier. Meist steht ein konkreter Anlass dahinter:

  • Vor einem Wechsel in Teilzeit: Wie verändern sich Nettogehalt und Urlaubsanspruch bei reduzierter Stundenzahl? Der Teilzeitrechner rechnet beide Werte direkt gegen die aktuelle Vollzeitstelle.
  • Nach einer Woche mit viel Mehrarbeit: Wie viele Überstunden sind tatsächlich aufgelaufen, und was sind sie wert? Der Überstundenrechner berücksichtigt dabei auch Nacht-, Sonntags- und Feiertagszuschläge.
  • Bei Verdacht auf falsch erfasste Arbeitszeit: Seit der Erfassungspflicht (siehe unten) lohnt sich ein Abgleich der eigenen Aufzeichnungen mit dem, was der Arbeitgeber dokumentiert. Der Arbeitszeit Rechner mit Wochenübersicht hilft, eigene Aufzeichnungen parallel zu führen.
  • Beim Jobwechsel mit anderem Arbeitszeitmodell: Ein Angebot mit Gleitzeit oder Schichtarbeit lässt sich schwer mit dem aktuellen Modell vergleichen, ohne die Wochenstunden konkret durchzurechnen.
  • Vor einem Gespräch mit dem Arbeitgeber über unbezahlte Überstunden: Ein exportierter CSV-Nachweis aus dem Rechner liefert eine belastbare Gesprächsgrundlage.

Sonderfälle: Schichtarbeit, Homeoffice und Vertrauensarbeitszeit

Nicht jedes Arbeitszeitmodell folgt dem klassischen 9-to-5-Muster. Bei Schichtarbeit gelten dieselben Höchstgrenzen und Ruhezeiten wie bei regulärer Tagarbeit, zusätzlich greifen bei Nachtschichten (23:00–06:00 Uhr) besondere Schutzvorschriften und steuerfreie Zuschläge nach § 3b EStG. Im Homeoffice gilt das Arbeitszeitgesetz unverändert, Höchstarbeitszeiten, Pausenpflichten und die 11-stündige Ruhezeit sind identisch zum Büro. Bei Vertrauensarbeitszeit entfällt zwar die klassische Stempeluhr, die gesetzliche Aufzeichnungspflicht laut BAG-Beschluss vom 13. September 2022 (1 ABR 22/21) bleibt davon jedoch unberührt, der Arbeitgeber muss weiterhin ein System zur Zeiterfassung bereitstellen.


Häufig gestellte Fragen

Wie berechne ich meine Arbeitszeit?

Arbeitsbeginn, Arbeitsende und alle Pausenzeiten eintragen. Aus der Differenz zwischen Ende und Beginn ergibt sich die Bruttoarbeitszeit, nach Abzug der Pausen die Nettoarbeitszeit. Der Arbeitszeit Rechner übernimmt das inklusive gesetzlicher Pausenprüfung.

Was ist der Unterschied zwischen Teilzeit und Vollzeit?

Vollzeit orientiert sich an der im Betrieb oder Tarifvertrag üblichen Wochenarbeitszeit, meist 35 bis 40 Stunden. Teilzeit liegt vor, sobald die vereinbarte Arbeitszeit darunter liegt, unabhängig von der konkreten Stundenzahl.

Werden Überstunden automatisch ausgezahlt?

Nein. Ein gesetzlicher Anspruch auf Auszahlung besteht nur, wenn Überstunden angeordnet, gebilligt oder geduldet wurden und der Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag eine Vergütung vorsieht. Viele Verträge regeln stattdessen Freizeitausgleich oder eine Abgeltung durch das Gehalt bei außertariflichen Positionen.

Wie viele Überstunden darf ich maximal machen?

Die absolute Obergrenze ergibt sich aus § 3 ArbZG: maximal 10 Stunden an einem Werktag, im Durchschnitt 8 Stunden über 6 Monate oder 24 Wochen. Überstunden dürfen diese Höchstgrenze nicht überschreiten, unabhängig von vertraglichen Regelungen.

Verfallen Überstunden irgendwann?

Ja, sofern der Arbeits- oder Tarifvertrag eine Ausschlussfrist enthält, häufig 3 bis 6 Monate nach Entstehung. Ohne vertragliche Regelung greift die gesetzliche Verjährung von 3 Jahren zum Jahresende.

Wie berechne ich meinen Stundenlohn in Teilzeit?

Das Teilzeitgehalt wird anteilig aus dem Vollzeitgehalt nach dem Verhältnis der Wochenstunden berechnet. Der Teilzeitrechner übernimmt diese Umrechnung inklusive anteiligem Urlaubsanspruch.

Habe ich einen Anspruch auf Teilzeit?

Ja, unter bestimmten Voraussetzungen nach § 8 TzBfG: Der Betrieb muss in der Regel mehr als 15 Beschäftigte haben, das Arbeitsverhältnis muss länger als 6 Monate bestehen, und der Antrag muss mindestens 3 Monate vor dem gewünschten Beginn gestellt werden.

Gilt das Arbeitszeitgesetz auch bei Vertrauensarbeitszeit?

Ja, uneingeschränkt. Auch ohne klassische Zeiterfassung per Stempeluhr müssen Höchstarbeitszeiten und Ruhezeiten eingehalten werden, und der Arbeitgeber bleibt zur Aufzeichnung der Arbeitszeit verpflichtet.

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